Stabsrahmenübung 28.6.18

DSCI0068

Viel los am Feuerwehrgerätehaus in Wadersloh.

Der Stab der Einsatzleitung des Kreises Warendorf absolvierte am Donnerstag eine sogenannte Stabsrahmenübung. Zusammen mit der Fernmeldeeinheit des Kreises übte man die einzelnen Abläufe, wie z.B. den Aufbau einer Kommunikationsstruktur oder Zusammenabeit mit anderen Organisationen und Behörden. Der Stab des Kreises Warendorf trifft zusammen, wenn auf Grund des Ausmaßes der Einsatzlage, die Einsatzleitung der jeweiligen Feuerwehr vor Ort nicht mehr ausreicht,  das koordinatorische Aufkommen zu bewältigen. Er setzt sich aus einzelnen Feuerwehrkameraden der verschiedenen Feuerwehren des Kreis Warendorf zusammen.

Am gestrigen Abend wurde angenommen, das es gegen 19:00 Uhr in einem Holzverarbeitenden Betrieb am Mauritz zu einem Brand im Kesselhaus gekommen ist. Durch die massive Ausbreitung des Feuers und auf Grund der großen Anzahl von Vermissten und Betroffenen Personen, war es dem Leiter der Feuerwehr Wadersloh und Einsatzleiter vor Ort Michael Linnemann nicht mehr möglich, den Einsatz alleine zu koordinieren. Aus diesem Grund forderte er den Stab der Einsatzleitung des Kreises Warendorf an. Nachdem dieser einsatzbereit war, übernahm er sämtliche einsatzrelevanten Aufgaben, wie Nachforderung von Einsatzkräften, taktisches Vorgehen, Versorgung der Einsatzkräfte, Warnung der Bevölkerung u.v.m.

In Wadersloh ist vorgesehen, bei solchen größeren Lagen, einen SAE, einen Stab für außergewöhnliche Einsätze  einzurichten. Dieser setzt sich aus Mitarbeitern der verschiedenen Fachbereiche der Gemeindeverwaltung zusammen und übernimmt organisatorische Aufgaben, wie z.B. die Einrichtung eines Bürgertelefons, oder Bereitstellung von Unterkünften für Betroffene und deren Versorgung. Ein Verbindungsbeamter dient als Bindeglied, um die Kommunikation und den Informationsaustausch zu gewährleisten. Als oberste Aufsichtsperson der beiden Stäbe, wird im Ernstfall der Bürgermeister der Gemeinde oder ggf. ein Vertreter eingesetzt. Dieses Szenario wurde ebenfalls eingespielt, um dieses, zur Zeit noch einzigartige Vorgehen im Kreis Warendorf, den Anwesenden etwas Näher zu bringen und natürlich auch für dieses Vorgehen zu werben, da sich die Feuerwehr dadurch intensiver um ihre ordinären Aufgaben kümmern kann.